Torsten Mitsch
Vornüber gebeugt
11. Februar - 15. April 2011
Die Fotografien von Torsten Mitsch zeigen nach einem Zitat von G. Winogrand, „wie die Welt fotografiert aussieht“. Sie zeigen Alltagssituationen, banale Gegenstände des alltäglichen Lebens und Objekte wie Personen, die er bei seinen „Streifzügen“ durch die Metropolregion Rhein- Neckar vor sein Objektiv bekommen hat. Fotografiert wird mit Kleinbild, Mittelformat und Großformat analog und digital, das Medium spielt dabei keine Rolle.
In der amerikanischen Tradition von Eggleston und Shore wird die Farbfotografie ausschließlich bevorzugt, da sie einen dezidiert künstlerischen Blick auf eine wie auch immer geartete „Wirklichkeit“ aufzeigt – „denn sie stellt fest“( Zitat T. Mitsch). Dieser Ansatz zeigt, dass die Arbeiten von Torsten Mitsch nicht beliebig sind, sondern dass sie radikal den Blick des Künstlers darstellen,
d. h. Farbkomposition, Perspektive, Ausschnitt, Emotionales und auch rein Zufälliges fließen in die Bilder ein.
Jenseits einer inszenierten Fotografie wird hier wieder versucht, an eine Tradition der amerikanischen Fotografie anzuschließen, die Dokument und künstlerische Gestaltung in das Bild einfließen lassen. Favorisiert wird
bei den Fotografien nicht die glänzende Außenfassade unserer Wirklichkeit, sondern das Abseitige, Morbide, Vulgäre, Nebensächliche unserer alltäglichen Umwelt.